Anfech­tung eines Arbeits­ver­hält­nis­ses wegen Täu­schung beim Bewer­bungs­ge­spräch nur bei Ursäch­lich­keit für die Ein­stel­lung zuläs­sig

Anfech­tung eines Arbeits­ver­hält­nis­ses wegen Täu­schung beim Bewer­bungs­ge­spräch nur bei Ursäch­lich­keit für die Ein­stel­lung zuläs­sig

BAG vom 07.07.2011 – 2 AZR 396/10

Grund­sätz­lich kann der Arbeit­ge­ber einen Arbeits­ver­trag wegen fal­scher Beant­wor­tung einer zuläs­si­gen Fra­ge im Bewer­bungs­ge­spräch wegen Täu­schung anfech­ten. Ein sol­ches Anfech­tungs­recht steht dem Arbeit­ge­ber jedoch nur dann zu, wenn die Täu­schung für die Ein­stel­lung bzw. den Abschluss des Arbeits­ver­tra­ges ursäch­lich gewe­sen ist. Dies ist für den Fall zu ver­nei­nen, in dem ein Arbeit­ge­ber einen täu­schen­den Arbeit­neh­mer auch bei wahr­heits­ge­mä­ßer Beant­wor­tung der Fra­ge ein­ge­stellt hät­te.