Arbeits­ge­richt Sieg­burg PM vom 3.5.2011 — Zuläs­sig­keit der Alters­grup­pen­bil­dung bei der Sozi­al­wahl wei­ter­hin unklar

Bei Kün­di­gun­gen aus betrieb­li­chen Grün­den muß  der Arbeit­ge­ber grund­sätz­lich eine Sozi­al­aus­wahl tref­fen, nach Dau­er der Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit, Lebens­al­ter, Unter­halts­pflich­ten.
Hier­nach sol­len grund­sätz­lich die „Star­ken“ zuerst ent­las­sen wer­den. Sofern jedoch ein ech­tes betrieb­li­ches Inter­es­se, also ein Bedarf an deren Qua­li­fi­ka­ti­on und Leis­tung besteht, kön­nen ein­zel­ne Leis­tungs­trä­ger davon auch aus­ge­schlos­sen blei­ben.
Bei Mas­sen­ent­las­sun­gen kann der Arbeit­ge­ber laut einer Ent­schei­dung des BAG vom 6. Novem­ber 2008 zudem Alters­grup­pen bil­den, um die Alters­struk­tur zu erhal­ten.
Genau die­se Pro­ble­ma­tik hat das Arbeits­ge­richt Sie­gen dem Euro­päi­schen Gerichts­hof vor­ge­legt, um prü­fen zu las­sen, ob die Alters­grup­pen­bil­dung gegen das euro­päi­sche Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung wegen des Alters (Art. 6 RL 2000/78/EG) ver­stößt. Eine Ent­schei­dung wird es nun jedoch in die­sem Fall nicht mehr geben, da die Sache durch einen Ver­gleich erle­digt wor­den ist.
Soll­ten Sie Fra­gen zum The­ma Sozi­al­aus­wahl haben, bera­te ich Sie ger­ne und unter­stüt­ze Sie auch bei der Durch­set­zung Ihrer Ansprü­che.

Um eine effi­zi­en­te Bera­tung durch­füh­ren zu kön­nen, benö­ti­ge ich fol­gen­de Unter­la­gen:

  • Arbeits­ver­trag
  • Kün­di­gungs­schrei­ben

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