Bin­dung an Zwi­schen­zeug­nis bei Erstel­lung des End­zeug­nis­ses

Ein Arbeit­neh­mer, der von sei­nem Arbeit­ge­ber bereits ein Zwi­schen­zeug­nis erhal­ten hat, kann für den erfass­ten Zeit­raum ein End­zeug­nis bean­spru­chen, das inhalt­lich dem Zwi­schen­zeug­nis ent­spricht.

Es besteht regel­mä­ßig eine Bin­dung an die Leis­tungs- und Ver­hal­tens­be­ur­tei­lung in dem Zwi­schen­zeug­nis. Dies hat das LAG Schles­wig-Hol­stein am 23.06.2010 (Az. 6 Sa 391/09) ent­schie­den.

Ein Abrü­cken davon darf ledig­lich erfol­gen, wenn die spä­te­re Leis­tung und das spä­te­re Ver­hal­ten des Arbeit­neh­mers dies recht­fer­ti­gen.

Ein Abwei­chen davon ist auch dann nicht gerecht­fer­tigt, wenn gegen den Arbeit­neh­mer wegen Bestech­lich­keit ermit­telt wird, wenn der Zeit­raum der Hand­lung vor dem Beginn des Beur­tei­lungs­zeit­raums des Zwi­schen­zeug­nis­ses liegt.