Lohn­an­sprü­che müs­sen genau bezif­fert wer­den.

Aus­schluss­frist, Ent­schei­dung des LAG Hes­sen vom 12.04.2010, 16 Sa 1039/09.

Ent­schei­dung des LAG Hes­sen vom 12.04.2010, 16 Sa 1039/09.

Die Par­tei­en strit­ten um Ver­gü­tungs­an­sprü­che, die sich aus der Dif­fe­renz zwi­schen der gezahl­ten Lohn­grup­pe 4 und der Lohn­grup­pe 5 des Tarif­ver­tra­ges errech­ne­te.

Im Rah­men eines Abfin­dungs­an­ge­bo­tes wegen einer Stand­ort­still­le­gung ver­lang­te der Arbeit­neh­mer eine höhe­re Abfin­dung, da er bis­her falsch ein­grup­piert und ent­lohnt wor­den sei. Die­se bezif­fer­te er genau. Wegen der sons­ti­gen Lohn­an­sprü­che ließ er vor­tra­gen „Die Gel­tend­ma­chung von Ent­gelt­an­sprü­chen auf der Grund­la­ge des nach dem Tarif­ver­trag geschul­de­ten Stun­den­lohns bleibt vor­be­hal­ten”. Nach dem LAG Hes­sen stellt dies kei­ne wirk­sa­me Gel­tend­ma­chung des Anspruchs im Sin­ne der tarif­ver­trag­li­chen Aus­schluss­klau­sel dar.