Pri­va­te Trun­ken­heits­fahrt als Recht­fer­ti­gungs­grund einer Kün­di­gung bei Kraft­fah­rern

Hes­si­sches LAG vom 01.07.2011 – 10 Sa 245/11   

Das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) hat am 01.07.2011 (Az.: 10 Sa 245/11) ent­schie­den, dass dem Arbeit­ge­ber ein Recht zur ordent­li­che Kün­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses zusteht, wenn ein Kraft­fah­rer bei einer pri­va­ten Auto­fahrt mit einer Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von 1,36 Pro­mil­le erwischt und dar­auf­hin sei­ne Fahr­erlaub­nis ent­zo­gen wird. Die mit der Trun­ken­heits­fahrt ver­bun­de­ne Ent­zie­hung der Fahr­erlaub­nis kann den Arbeit­ge­ber dar­über hin­aus sogar zur frist­lo­sen Kün­di­gung berech­ti­gen, da die Erbrin­gung der Arbeits­leis­tung (zeit­wei­se) unmög­lich wird.

Nach Auf­fas­sung des hes­si­schen LAG ist die Kün­di­gung in einem Fall der Trun­ken­heits­fahrt auch dann wirk­sam, wenn dabei kein Scha­den ent­stan­den ist. Die­ser Fak­tor ist für die Bewer­tung der Pflicht­ver­let­zung uner­heb­lich.