Über die Wirk­sam­keit befris­te­ter Arbeits­ver­hält­nis­se von über 58 Jah­re alten Arbeit­neh­mern

BAG vom 19.11.2011 – 7 AZR 253/10

Das Arbeits­ver­hält­nis eines über 58 Jah­re alten Arbeit­neh­mers konn­te auf der Grund­la­ge des TzB­fG in der vom 1. Janu­ar 2003 bis zum 30. April 2007 gel­ten­den Fas­sung (a.F.) ohne Sach­grund nicht wirk­sam befris­tet wer­den, wenn zu einem vor­her­ge­hen­den unbe­fris­te­ten Arbeits­ver­trag mit dem­sel­ben Arbeit­ge­ber ein enger sach­li­cher Zusam­men­hang bestand.

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt traf in sei­nem Urteil vom 19.11.2011 (Az.: 7 AZR 253/10) die Ent­schei­dung, dass ein enger Zusam­men­hang im Sin­ne des § 14 Absatz 2 Satz 2 TzB­fG (a.F.) auch gege­ben ist, wenn dem befris­te­ten Arbeits­ver­trag nicht unmit­tel­bar ein unbe­fris­te­ter Arbeits­ver­trag vor­aus­ging, son­dern in der Zeit zwi­schen dem letz­ten befris­te­ten und dem frü­he­ren unbe­fris­te­ten Arbeits­ver­trag meh­re­re sich jeweils naht­los anein­an­der anschlie­ßen­de befris­te­te Arbeits­ver­trä­ge lagen.